Der Blick hinter die Kulissen – (M)ein Bericht in mehreren Akten …

 

Jetzt dauert es nur noch gut einen Monat, bis sich am 2. Dezember um 16 Uhr das erste Mal der Vorhang hebt und das bedeutet- ranklotzen! Einmal mehr hat Elena Augen und Ohren gespitzt und aufgeschrieben was sich in den vergangenen Wochen getan hat.

Elena, bitte …

Unsere aufwendige Kulisse muss unbedingt fertig gebaut werden, damit unsere Schauspieler schon so authentisch wie möglich handeln und interagieren können, aber das geht leider nicht immer alles an einem Tag, zumal wir viele fleißige Helferlein dafür benötigen, die aber natürlich – auch, wenn das während der Theatersaison schwierig ist – noch einem normalen Beruf nachgehen. Das bedeutet einerseits, hoher Zeitdruck für unsere Bühnenbauer und auf der anderen Seite, erschwerte Probebedingungen für alle Aktiven.

Und aus diesem Grund packen auch alle mit an. Teppich wird „mal eben“ nach Feierabend verlegt. Die Treppe bekommt ihre Stufen in Etappen und die Türen müssen auf ihren Anstrich warten, bis sie dran sind. Die kann man schließlich auch ohne Farbe öffnen und schließen.

Tatsächlich ist die Gestaltung der Kulisse gar nicht so einfach, wie man vielleicht denken mag. Angefangen mit der Aufteilung der Bühne, muss man sich überlegen, was muss ins Zentrum, was ist wichtig und wird häufig benutzt? Was muss unbedingt Platz finden obwohl es vielleicht nur ein Mal benötigt wird? Das muss alles gut durchdacht werden, damit die Aufteilung auf der Bühne keinem Besucher die Sicht nimmt.

Und das ist ja noch lange nicht alles. Die Inneneinrichtung muss der Zeit angepasst werden, in der das Stück spielt und natürlich auch der Kultur. Es darf nicht zu dunkel werden, zu hell ist aber auch nicht vorteilhaft. Wie schafft man also am besten die richtige Atmosphäre?

Fragen, die diskutiert werden müssen und über die man sich einig werden muss. Aber bitte nicht während der Probe! Das heißt, all solche Bedenken werden mit nach Hause genommen. Wieder einmal bestätigt sich „unser Leben ist ein riesen Theater“. Glücklicherweise tut das aber niemandem weh, denn wir freuen uns ja auch, wenn es hinterher genauso ist, wie wir es uns vorgestellt haben

Das gleiche gilt für das Zusammensuchen der Requisiten und Kostüme. Jeder Spieler ist angehalten sich um sein Kostüm und seine Requisiten zu kümmern. Natürlich kommt es vor, dass hier und da jemand was im Schrank hängen hat, was der andere gebrauchen kann und darum ist auch jeder dankbar. Aber das war’s dann immer noch nicht. Dann muss erstmal Modenschau gelaufen werden, denn die Regie muss absegnen, wer in welchem Kostüm auf die Bühne darf.

Man merkt, dass die Zeit knapp wird, denn von diesem Monat an wird so ziemlich jeden Tag geprobt, inklusive Samstag und Sonntag, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Das kann schon mal anstrengend werden … und kalt!!! Aber da man sich in einer großen Familie umeinander kümmert, gibt es Plätzchen, Kuchen, Tee, Kaffee und HEIZPILZE!

Nicht-aktive Ensemblemitglieder machen sich anderweitig nützlich und kümmern sich um das Mittagessen an den Wochenenden und andere Leckereien, um die Motivation und die Körpertemperatur hochzuhalten. Aber eigentlich gibt es bei jeder Probe ausreichend zu Lachen, sodass einem von ganz allein warm wird.

Ihr habt es ja oben bereits gelesen, Premiere ist am 2. Dezember, 2018, um 16 Uhr in der Gemeindehalle Alme. Das sind nur noch vier Wochen und darum sichert euch schnell Karten für diesen oder einen der anderen vier Termine und schaut euch vor dem Insider-Wissen, welches euch hier, dank Melanie, zur Verfügung gestellt wird an, was viele schlaflose Nächte, eingefrorene Zehen, endlose Diskussionen und jede Menge Proben hervorgebracht haben.

Wir melden uns bald wieder.
Bis dahin,
eure Theatergruppe

 

 

(Text und Bilder: Elena Pingel)

Kulissenbau und Modenschau – die Theaterfamilie im Arbeitseinsatz

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