Rund um den Schmala-See …
Am Donnerstag, den 14. August 2025 traf sich eine sportliche Truppe von 15 wanderlustigen Abenteurern und drei Hunden auf dem Parkplatz am Kirchweg in Brilon-Wald. Die Sonne lachte – und zwar so sehr, dass das Thermometer über 30 Grad° kletterte. Andere Leute wären ins Freibad gegangen, wir entschieden uns für eine 7,5 km lange Rundwanderung.
Dank der perfekt vorbereiteten Route von Sigrid Schmitz – Wanderführerin, Geschichtenerzählerin und wandelndes Sauerland-Lexikon – erfuhren wir unterwegs allerlei Spannendes über diese Stauanlage der Region. So lernten wir, dass der allererste kleine Stausee nur der schüchterne Anfang eines großen Plans zur Wasserversorgung Brilons war. Bald folgte der mittlere Stausee, der mehr konnte, aber noch immer nicht genug. Schließlich kam die letzte Ausbaustufe: der heutige Schmala-See, der wegen seiner Schönheit liebevoll auch Silbersee genannt wird.
Unter der Erdauffschüttung für den Silberseedamm verläuft ein Kontrollgang des Wasserwerks, der See ist 13 m tief.
Die Schmala ist heute sogar einer der 42 Sauerländer Seelenorte gelistet – und das völlig zu Recht, wie Sigrid fand. Mystik und innere Ruhe sind hier zuhause. Sigrid sprach da übrigens aus Erfahrung, schließlich wuchs sie als Tochter des Revierförsters direkt nebenan auf.
Nach etwa 2 1/2 Stunden war die Wanderung vorbei. Noch eine kurze Pause an der sagenhaften Feuereiche – und unsere Shirts waren mindestens doppelt so schwer, es lag wohl am Schweißverlust. Aber wir waren uns einig: Es hat sich gelohnt. Natur, Geschichte, nette Menschen – und eine gute Begründung, abends doppelt so viel zu trinken und zu essen.




Text: Peter Pannenbäcker
Bilder: Peter Pannenbäcker und Ulla Kracht-Philipp

