Pfarrhaus

Neben der Pfarrkirche findet sich das frühere Armen- bzw. Schul- und heutige Pfarrhaus.

Die Kirche und die Grundherren fühlten sich gegenüber den Armen der Gemeinde besonders verpflichtet. Hierzu wurden häufig sog. Armenhäuser errichtet. Das Jahr der Errichtung des Almer Armenhauses ist nicht bekannt. Urkundlich wird es erstmalig im Testament von Jobst Philipp von Meschede aus dem Jahre 1637 erwähnt. Er vermachte ”zum Gedächtnis der hl. Wunden Christi” den Unterhalt für fünf katholische Armen, die zu ”Almen in dem bei der Kirche eingerichteten Armenhaus ihre Wohnung haben können”.

Dietrich Adam von Meschede erklärte 1765 in seinem Testament ”…und ist mein Wille, das von meinen in- und substituierten Erben die hiesige Armenfundation nicht völlig in Abgang gebracht, sondern ewiglich instand erhalten werde”.

1767 hat Dietrich von Meschede das Armenhaus gründlich überholen lassen. Das Doppelwappen von Meschede/von Bruch wurde zur Erinnerung über dem Eingang angebracht, der sich damals an der Stirn- bzw. Straßenseite des Hauses befand. Zu dieser Zeit war im Armenhaus auch die Schule untergebracht. Auf einer Karte aus dem herrschaftlichen Archiv aus dem Jahre 1769 wird der Platz unmittelbar hinter dem Armenhaus als ”Schulhof” bezeichnet.

Im August 1969 erfolgte der Abriß des Armenhauses unter Mitarbeit kanadischer Soldaten. An dieser Stelle wurde anschließend mit gleichem Grundriß unter Anbau eines Seitenflügels ein neues Gebäude errichtet, das seitdem der katholischen Pfarrgemeinde als Pfarrhaus dient.

 

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