Halbzeit der Agenda 2025 – eine Bilanz

Alme-AG

Nachdem die Arztpraxis und der Dorfladen geschlossen hatten und Alme beim Dorfwettbewerb auf Landesebene zwar den Bronzeplatz belegt hatte, aber einiges Verbesserungspotential mit auf den Weg gegeben wurde, haben sich Andrea und Jürgen Adams, Ludger Böddeker und Andreas Rohlfing Gedanken gemacht, wie man in Alme diesen Abwärtstrend stoppen und Alme lebenswert erhalten könnte.

Es war sofort war klar: Das geht nicht alleine, da müssen mehrere mit anpacken. Also wurden Mitstreiter gesucht, die Lust und Interesse hatten, an einem Dorfnetzwerk mit zu arbeiten. Dazu wurde dann zu einem ersten Treffen Almer Vereinsvertreter eingeladen. Schnell stellte sich heraus, dass diese größtenteils durch Doppelfunktionen keine Zeit bzw. kein Interesse hatten.

Also wurde versucht, interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Alme außerhalb der Vereine zu finden, die sich, wenn nicht dauernd in der Alme-AG, zumindest temporär in den verschiedenen Projektgruppen (PG) engagieren könnten.

Für 2015 wurde dann eine Dorfumfrage vorbereitet, um die Interessen, den Bedarf und die Wünsche der Almer Bevölkerung abzufragen, um nicht an den Bedürfnissen vorbei zu handeln.

Als Ergebnis dieser Umfrage, die 2016 vorgestellt wurde, wurde eine AGENDA 2025 für Alme erstellt.

In einem 10 Jahresplan wurden die Dinge benannt, die noch zu tun sind, so die wörtliche Übersetzung des Begriffs „Agenda“ aus dem Lateinischen. Was können wir in 10 Jahren erreichen, wie soll Alme 2025 aussehen? Wollen wir alle Entscheidungen über uns ergehen lassen, oder wollen wir aktiv werden und die Zukunft für Alme selbst mitentscheiden?

Jetzt, gut 5 Jahre nach Gründung der Alme-AG und auf der Hälfte des Weges bis 2025 ist ein guter Zeitpunkt, kurz Bilanz zu ziehen.

Es hat sich tatsächlich herausgestellt, dass es einfacher ist, Personen kurzfristig in einer PG zur Mitarbeit zu gewinnen, als auf Dauer an die Alme-AG zu binden. Des Weiteren ist es einfacher, kleine Dinge vor Ort umzusetzen (z.B.: Wanderungen, Marketing, Familientreff, …) als Dinge, wo man auf Behörden Verwaltung oder Investoren angewiesen ist. (z.B.: Alten-Wohnheim, Dorfladen, Radweg auf Bahntrasse…)

Hier eine Zusammenstellung der Tätigkeiten der letzten 5 Jahre, sowohl Projekte, die umgesetzt werden konnten, als auch Projekte, die wir (bisher) nicht umsetzen konnten oder die noch in Planung sind.

2014:

– Erstes Treffen eines Dorfentwicklungsrates am 04.08.14 mit 8 Teiln.

– Aufarbeitung des Bronzeplatzes beim Landeswettbewerbes 2012

Plus: Sport, Freizeit, Natur, Schule, Kindergarten

Minus: Fehlende Nahversorgung, Zukunftsvisionen, Zusammenarbeit

– Einbindung Jugend und Neubürger

– Wiedereröffnung Arzt und Dorfladen

– Meinungsbildung durch Dorfumfrage

– Windenergie

– Öffentlicher Bürgerstammtisch ohne Resonanz (1 Teiln.)

2015:

– keine Vereinsvertreter sondern engagierte Bürger

– Bildung folgender PG: Dorfladen, Alten-WG, Wohnmobilhafen,

Schule, Briloner Bürgerhilfe / Hansetage 2020

– Ankunft + Betreuung erste Asylsuchende/Flüchtlinge in Alme

Dadurch neue PG: Neubürger und Flüchtlinge

– Durchführung und Auswertung der Dorfumfrage

– Überarbeitung und Weiterführung des Leitbildes Alme von 2011 zur AGENDA Alme 2025

2016:

– Absage der Caritas als Betreiber eines Altenwohnheimes in Alme

– Alme-AG – Mitglied Heidrun Rickert verstirbt leider viel zu früh

– Neue Ideen: Barrierearmer Wanderweg, Entengolfen, Männerfrühstück, neuer Internet-Auftritt für Alme

– Treffen mit LEADER-Regionalmanagerin Hannah Kath

– Besprechung mit Frau Dettmar von St. Georg für ein Ladenkonzept

Engagement für Alme möglich, Absprache mit dem Sozialwerk nötig

– 1. Männerfrühstück mit 18 Teilnehmern

– Verzicht auf LEADER-Mittel wegen Bürokratismus und Eigenanteil

– PG Kinder, Jugend, Familie für die junge Generationen, daraus wird dann später der Familientreff: Initiativen für Kinderkarneval, Kinderschützenfest, Ferienmarkt, ….

2017:

– St. Georgswerk hat sich für den Almer Dorfladen entschieden, jetzt

folgen Absprachen mit Eigentümer Graf von Spee

– Spätere Absage wegen geplantem Verkauf des Gebäudes an ein Architekturbüro als Bürofläche, was aber nie zustande kommt

– am 21.03.17 startet die neue Almer Dorfhomepage www.alme-info.de

– Alten-WG scheitert an den Kosten für einen Quartiersmanager

– Durchführung Kinderkarneval durch den Familientreff

– Eine Zusammenarbeit von Alme-AG und VV Alme wird angedacht

– Treffen mit Almer Gastronomen und Pensionsbetreiber bezüglich gegenseitiger Unterstützung endet ohne konkretes Ergebnis

– Treffen mit Graf Spee als Grundstückseigentümer bezüglich des barrierearmen Wanderweges

– Der Wanderweg soll auf Wunsch der gräflichen Familie ein Kunstobjekt „Goldener Ring“ erhalten. Die Kosten für Ring und Weg werden getrennt ermittelt.

– Zusammenarbeit der Norddörfer Alme, Wülfte und Scharfenberg geplant, da die Stadt Brilon ihren Touristikbereich im Süden sieht.

– Frank Patzke wird neuer Ortsvorsteher und nimmt an den Treffen der ALME AG teil

– Der Radweg auf der Bahntrasse ist eine Nummer zu groß und wird

auf anderen Eben / Gremien entschieden

– 100 Notfalldosen werden in Alme zum Verkauf angeboten

– Die WP – Herbstwanderung kommt nach Alme und wird von der Alme-AG und VV Alme im Bereich Loh mit 100 Teiln. durchgeführt

– Die Alme-AG tritt dem Verkehrsverein als Unterabteilung bei

– Sommerprogramm mit 10 Veranstaltungen

2018:

– Dorfrundgang für Neu- / interessierte Bürger findet kaum Resonanz

– OV Patzke hat einen neuen Begrüßungsflyer für Neubürger erstellt

– 2 Mitglieder der KLJB nehmen an Treffen der Alme-AG teil

– BM Bartsch besucht eine Sitzung der Alme-AG, er übernimmt die Kosten für die Mitfahrerbank und wirbt für die Hansetage 2020 in Brilon, es ist die Beteiligung aller Orte an einem Dorfmarkt geplant

– der Wohnmobilhafen wird hergerichtet, Schilder spendet die Stadt

– Die Mitfahrerbank wird bei der Kirche aufgestellt, wenig Resonanz

– Ein Arbeitseinsatz wird beim Grubenhaus durchgeführt

– Die Almequellen werden einer von 41 Seelenorten von sauerland-Inspiration

– Nachdem die Wülfter Männer in Alme frühstücken, wandern die Almer Männer nach Wülfte zum Grillen

– Sommerprogramm mit 16 Veranstaltungen

– Winterprogramm mit 8 Veranstaltungen

2019:

– Erstmalige Winterwanderung und Vollmondwanderung

– 1. Almer Dorfgespräch zum Thema Flucht und Vertreibung damals und heute in der Remise des Almer Schlosses

– Bau Mehrgenerationenweg als barrierearmer Wanderweg

– Source-Kunstprojekt mit VVA am alten Tretbecken

– Dorfflyer mit kompakten Infos in Deutsch, Englisch, Niederländisch

– Umwelttag „Unter der Woche“ ohne Vereinszwänge

– Baustellenbesichtigung Aftetalbrücke in Bad Wünnenberg

– Resolution der CDU und SPD im Stadtrat Brilon für eine Reaktivierung der Almetalbahn, dadurch wieder Verzögerung für den Radweg

– Ausgefalle „Exkursion Wasserkraft“ wegen defekter Dampfmaschine

– Sommerprogramm mit 19 Veranstaltungen

– Winterprogramm mit 8 Veranstaltungen

2020

– In Zusammenarbeit mit Fa. Lange kommt in die neue Almer Filiale eine Fototapete mit Almer Motiven und Alme-Logo

– Endgültige amtliche Beschilderung des Mehrgenerationenweges und Aufbau von 3 neuen „Baumelbänken“

– Alme-Quiz und Malwettbewerb

– Sommerprogramm mit 27 Veranstaltungen (geplant)

geplant:

– Öffentlicher Bücherschrank im Vorraum der alten Almer VOBA

– Wohnungsmarkt auf alme-info

– Neue Beschilderung der Almer „Sehenswürdigkeiten“ in Zusammenarbeit und mit finanzieller Unterstützung des Briloner Heimatbundes Semper Idem

Dies kann auch alles auf der Seite der Alme-AG hier auf alme-info oder ausführlich in den einzelnen Berichten zu den Themen nachgelesen werden.

Wir möchten uns beim VV Alme und den anderen Almer Vereinen, den Ortspolitikern, dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung in Brilon, Wilhelm Graf von Spee, sowie anderen Institutionen wie BWT, Sauerland-Inspiration, LAEADER, Presse, … für ihr offenes Ohr und ihre Unterstützung bedanken.

Nicht zuletzt bei allen Almern, auf deren Unterstützung wir bei der Umsetzung der Ziele der AGENDA 2025 auch in den nächsten 5 Jahren hoffen.

Text: Andreas Rohlfing

5 Jahre ALME AG

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