Menschen, Märchen, Mitgebrachtes …

Man weiß es schon, wenn sie angekündigt werden. Wanderungen mit Doris und Alfred Seifert haben immer etwas mit „Liebevoll“ und „Lecker“ zu tun. Aber nicht nur deswegen machen wir uns an diesem verregneten Sonntagnachmittag auf den Weg zum gemeinsamen Wandern. Wir wollen Gleichgesinnte treffen und uns mit netten Menschen gemeinsam auf den Weg machen.

Treffpunkt ist wie so oft am Entenstall. Ich staune, das wir 16 Wanderfreudige sind, als es losgeht, erstmal Richtung Dornröschenweg. Doris und Alfred haben ihre Veranstaltung als „märchenhafte Winterwanderung“ angekündigt – vom Winter ist heute leider nichts zu sehen, aber märchenhaft sollte es werden. So richtig ins Zeug gelegt haben sich die Beiden, vorbereitet ist ein Quiz mit modernen Hinweisen zu alten Märchen. Während Doris liest, überlegen wir um welches Märchen es sich wohl handeln mag. Einige sind einfach, andere bereiten uns Kopfzerbrechen. Obwohl abgucken, beraten und schummeln nicht erlaubt ist, gelingt es manch einem nicht, mit den Augen auf dem eigenen Papier zu bleiben. Das Gelächter ist bei jeder Aufgabe groß.

Immer wieder halten wir unterwegs ein und fordern unser Gedächtnis heraus. So einfach ist das nämlich gar nicht mit den vielen Märchen. Eigentlich weiß man ja um welches Märchen es sich gerade handelt, aber warum fällt einem bloß der Titel nicht ein …

Und der Weg? Ach ja, der führt uns vorbei am Schloss über Trampelpfade hinauf Richtung „Winterseite“. Wir sind schon einige Meter gelaufen, als wir an einem der vielen Hochsitze halt machen, die unseren Weg säumen. Zum vorgelesenen Märchenauszug zaubern unsere Wanderführer einen selbstgemachten Holunderlikör aus dem Dickicht hervor. Hab ich es mir doch gedacht … ich sagte ja u.a. „lecker“. Und wie der schmeckte 🙂

Der Regen hat mittlerweile nachgelassen, so dass sich niemand für eine mögliche Abkürzung entscheidet, alle wollen den langen Weg, vorbei am alten Forsthaus und schließlich wieder zurück ins Dorf.

Ein Besuch in der Schlossmühle mit Kaffee und Kuchen rundet die Veranstaltung noch ab.

Und wieder einmal hat es sich gelohnt, auch bei Regen die Wanderschuhe zu schnüren. Es war liebevoll und lecker, lustig und lehrreich. Ein schöner Nachmittag eben.

Eine märchenhafte Wanderung ohne Winter

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