Unterwegs auf dem Ruhrtalradweg …

Was für ein Wochenende! Am Freitag, dem 02. August 2019 starten die Radfahrer vom BV 23 Alme zu ihrer diesjährigen Tour frühmorgens um 7 Uhr. Die Fahrräder zunächst noch auf einen Transportanhänger gepackt, geht es zunächst bis nach Arnsberg-Neheim, dort, wo die Möhne in die Ruhr mündet. Zusammen mit Peter Köster und Friedhelm Egger, die den Vereinsbulli mit den Gepäckstücken fahren, geht die Fahrt der übrigen 14 Radler entlang des Ruhrtalradwanderweges über Wickede, Fröndenberg, Schwerte in Richtung Ruhrgebiet. Dieser Radwanderweg wird zurecht in einem Atemzug mit den schönsten Radrouten Deutschlands genannt und wird bei gutem Wetter auch entsprechend dicht bevölkert. Aber hier zählt nicht die Geschwindigkeit der Fortbewegung, sondern die vielen Eindrücke am Wegesrand, die Verbindung von Natur und Industriekultur der Metropole Ruhr.

Weiter geht es entlang des Hengsteysees nach Herdecke, entlang des Harkortsees, über Witten, Kemnader See, Hattingen bis nach Bochum-Dahlhausen, wo wir das schöne Ruhrtal mit kurz-knackigem Anstieg in nördliche Richtung verlassen und bald mitten drin im Ruhrpott, in Essen-Kray, unser Hotel in der stilechten Alten Lohnhalle der Zeche Bonifacius am späten Nachmittag erreichen. Nicht selten erreicht die Länge unserer Tourenfahrer die 100m auf der gut befahrenen Strecke, verlangt dabei hohe Konzentration und Fitness ab.

Der Samstag steht in vollem Umfang der Erkundung des Ruhrgebietes über die vielen Bahntrassen und Abraumhalden zur Verfügung. Wir fahren heute mit allen 16 Teilnehmern, denn unsere beiden Bagagefahrer sind ebenfalls mit von der Partie. Besondere und aussichtsreiche Erlebnisse vermitteln die Halden Hohewardt in Herten und Tetraeder in Bottrop, denn es ist kaum vorstellbar, wie viel Grünes das gesamte Ruhrgebiet zu bieten hat. Und neben der bewundernswerten Natur spielen die vielen Biergärten an den einzelnen Kulturdenkmälern entlang der Trassen eine nicht unbedeutende Rolle bei der Streckenplanung. Wir streifen also die Kray-Wanner-Bahntrasse, die Erzbahntrasse, das Naturschutzgebiet Emscher Bruch, den Emscher Radweg, den Berneradweg und natürlich das Weltkulturerbe der Zeche Zollverein.

Am Sonntag geht die Rückfahrt über die Erzbahntrasse zunächst zur Jahrhunderthalle in Bochum-City, ein kurzes Stück Stadtverkehr auf unruhigem Untergrund sorgt hier zunächst für zwei Speichenbrüche. Obwohl die Innenstadt von Bochum für das Sparkassen-Giro Radrennen komplett gesperrt ist, können wir uns zur frühen Uhrzeit noch irgendwie hindurch mogeln und landen wenig später wieder im Grüngürtel der neu angelegten Springorum-Bahntrasse und landen wenig später am Kemnader See.
Am heutigen Sonntag hat die Verkehrsdichte auf dem Ruhrtalweg noch ein wenig zugekommen, entsprechend vorsichtig und deutlich langsamer bahnen wir uns den Weg bis nach Schwerte bei bestem Sommerwetter. Für die letzten Kilometer bis nach Neheim weichen wir hier ab vom Ruhrtalweg und fahren über wunderbare Feld- und Wiesenwege über Hennen, Drüplingsen, Halingen und Echthausen bis zum Ziel.

Eine Erlebnistour vom Sauerland bis in die Metropole Ruhr vom Allerfeinsten liegt hinter uns, 270 km in drei Tagen auf dem Sattel bei absolut gnädigem Wetter, und wir freuen schon jetzt auf das nächste Jahr, es geht 2020 in die Domstadt Köln am Rhein.

Text und Bilder: Peter Pannenbäcker  

Das Redaktionsteam bedankt sich für den Bericht und die schönen Bilder. Ein Hinweis an alle: Jeder kann seine Erlebnisse für Almer und Gäste öffentlich mitteilen, wir freuen uns über eure Beiträge, denn so kommt Leben auf die Homepage!!!!

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Kohlenpott-Tour der Radsportgruppe des BV 23 Alme

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