Ein Blick hinter die Kulissen – (M)ein Bericht in mehreren Akten …

 

Viele Proben liegen hinter den Aktiven. Die Theaterfamilie hat harte Arbeit vor und hinter den Kulissen geleistet. Und jetzt ist es fast soweit. In wenigen Tagen hebt sich der Vorhang. Noch einmal begleiten wir Elena in den Proberaum, schauen uns um, was sich alles getan hat und was noch erledigt werden muss.

Elena, bitte …

Drei Mal werden wir noch wach – und dann ist es endlich soweit! Nach 12 langen und intensiven Wochen, lassen wir unsere Schauspieler endlich auf das Publikum los. Das wird jetzt auch allerhöchste Zeit, denn man merkt schon bei den letzten Proben, dass sie es leid sind, immer nur vor einer leeren Halle zu sprechen, bzw. immer vor den gleichen Nasen, die da rumsitzen.

Kurz mal rekapitulieren, was in den vergangenen zwölf Wochen passiert ist: wir haben erstmal viel gelesen. Eine sporadische Kulisse im „Kämmerchen“ gebaut, bevor es überhaupt auf die Bühne ging. Sofas, Stühle und Tische wurden durch Klebeband auf dem Boden markiert. Dann haben Leo, Marco, Markus und alle möglichen anderen lange lange an der Kulisse gebastelt. Aber dafür sieht sie jetzt auch toll aus.

Alle Aktiven mussten durch’s Land reisen, um sich ihre Kostüme und Requisiten zu besorgen, denn die finden sich leider nicht immer online. À propos Requisite: auch hinter den Kulissen muss einiges organisiert werden. Die Requisiteure müssen während einer Theateraufführung ständig aufmerksam sein, denn sie sind diejenigen, die den Schauspielern an die Hand geben, was wann benötigt wird. Sei es nun ein Besen oder eine Zeitung oder einfach der Schubser zurück auf die Bühne mit den Worten „Du musst wieder raus“. Manchmal, so kommt es wohl überall vor, auch mit den Worten „Was willst du hier, du bist noch nicht fertig.“ Solche Sachen passieren halt, werden aber in der Regel von unseren Mitspielern bestens versteckt, improvisiert und überspielt.

Man glaubt gar nicht, wie viele Kleinigkeiten einem erst auffallen, wenn es langsam der Premiere entgegen geht. Es ist nämlich so, dass auf und hinter der Bühne alles, ausnahmslos bis ins kleinste Detail durchorganisiert und präpariert wird. Ich kann an dieser Stelle leider nicht genau verraten, was genau ich meine, aber es geht um Sachen, wie das Millimeter-genaue legen von Teppichen, damit man 1. niemanden laufen hört und 2. keine Türen o.ä. darüber schrappen. Oder das genaue Platzieren der Fernseher und Kameras. Hinter unserer Kulisse stehen mehr Fernseher, als in manchem Elektronikfachhandel. Die Tontechniker bekommen einen, um zu sehen, was hinter der Kulisse los ist, damit sie wissen, wann wer wieder auf der Bildfläche erscheint, um entsprechend die Mikros einzuschalten. Die Lichttechnik braucht einen eigenen Fernseher, um zu wissen, wann das Licht an und wann es aus sein muss. Das klingt vielleicht überflüssig, ist es aber keinesfalls. Die Requisite muss auch stets ein indirektes Auge auf der Bühne haben und die Aktiven Schauspieler, die gerade nichts auf der Bühne zu suchen haben, bekommen auch noch einen Fernseher, um das Stück verfolgen zu können und um ihre Einsätze nicht zu verpassen. Kurz um: an Fernsehern fehlt es uns auf keinen Fall.

Es sind nur noch einige wenige Tage bis zur Premiere, das heißt in dieser Woche ist noch einiges vorzubereiten. Die Halle muss eingeräumt werde, jeder Stuhl wird einzeln mit einer Nummer versehen, damit der Zuschauer weiß, wo er sitzt. Die Tontechnik muss hunderttausende Kabel legen und ihre Technik aufbauen und ausprobieren, um sicherzugehen, dass auch alles funktioniert, wenn es darauf ankommt. Getränke werden geliefert, ein bisschen weihnachtliche Deko darf ja auch nicht fehlen und zu guter Letzt, muss ja auch die Kulisse noch auf Hochglanz poliert werden. Möbel abwaschen, Staubsaugen, Garten anlegen, Jedes einzelne Requisit an seinen exakten Platz befördern. Potentielle Gefahrenquellen beseitigen. Ja ja, alles will gut durchdacht sein. Und darum ist es auch gut, dass es jetzt bald endlich los geht. Die Nerven liegen blank, im positiven Sinne. Wir haben so lange geprobt und vorbereitet, dass man an kaum was anderes denken kann. Ein Großteil der Dialoge, die zur Zeit zu Hause stattfinden, beschränken sich auf Theater oder, wenn es ganz schlimm kommt, nur noch auf Zitate aus dem Stück selbst. Aber das macht ja diese Zeit so wunderbar. Natürlich haben wir alle viel Arbeit, aber Arbeit, die wir gerne machen und die hoffentlich auch Früchte tragen wird. Das können wir dann in drei Wochen sagen.

 

 

Bis dahin, melden wir uns erstmal ab, kehren bis Sonntag in uns und hoffen auf zahlreiche Besucher und ein super Theater. Ich bedanke mich im Namen des Theatervereins Alme für die Möglichkeit, dass uns hier ein Platz zur Verfügung gestellt wurde, an dem wir mal zeigen können, was an so einem Theaterstück alles dran hängt und wir wünschen schon jetzt, falls wir uns an dieser Stelle vorher nicht mehr hören, allen Almern und Almerinnen eine besinnliche und schöne Weihnachtszeit und alles Gute für 2019.

DANKE, Elena Pingel

Nicht mehr lange bis zur Premiere

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

NederlandsEnglishDeutschУкраїнська