Alme mit dem Segway

Alme-AG organisiert eine Segwaytour

Lange schon hatte ich mich auf diesen Samstag, 09.06.2018, gefreut. Und dann war es endlich soweit: Pünktlich um 13:00 Uhr standen Peter Kretschmer und sein Mitarbeiter von TK Moving-Events aus Büren mit ihrem Transporter und den 12 Segways vor der Gemeindehalle. Und dann, nach kurzer aber sehr individueller Einweisung, stand ich endlich alleine auf dem Segway und drehte meine ersten, zaghaften Runden auf dem Parkplatz vor der Halle. Die meisten von uns Teilnehmern, darunter auch drei sportliche Frauen,  brachten noch keine eigenen Erfahrungen auf diesem Transportgerät mit und so nahm die Einweisung auch sehr unterschiedliche Zeiten in Anspruch.

Teilnehmer kann jeder sein, der das 15. Lebensjahr vollendet hat und über die Berechtigung zum Mofafahren verfügt. Und nachdem jeder Fahrer mit eigenem Funkempfänger im Ohr ausgestattet war, konnte es endlich los gehen. Mit viel Information und Witz startete Guide Peter die Fahrt mit den 12 Segways, wobei ich noch erwähnen muss, dass sich unsere beiden Guides auf elektrischen Dreirädern fortbewegten, die eher an gut ausgestattete Krankenfahrstühle als an Sportgeräte erinnerten.

Wer bislang noch nie auf einem solchen Transporter gestanden hatte, wird spätestens jetzt gelernt haben, dass nicht der Fahrer den elektrischen Einachser ausbalancieren muss, sondern dass diese Arbeit von leistungsstarken Elektromotoren übernommen wird. Das wird besonders beim Auf- und Absteigen deutlich, wenn die Trittflächen mit dem Körpergewicht be- oder entlastet werden und dabei eben nicht nach vorn oder hinten abkippen.

Bei der Bewegung spielt das Gewicht des Fahrers aber dennoch eine wichtige Rolle. Durch die Verlagerungen des Körpergewichts nach vorn oder hinten wird der Segway mehr oder weniger beschleunigt oder abgebremst. Der versierte Zweiradfahrer vermisst auch sogleich die Hebel für Bremse und Gas, für deren Ersatz hier hochsensible Sensoren verbaut wurden, die Gewichtsverlagerungen des Fahrers in Sekundenbruchteilen erfassen und sofort umsetzen.

Die Fahrtrichtung wird ausschließlich mit der ergonomischen und höhenverstellbaren Lenkstange verändert. Bewegungen der Lenkstange nach links oder rechts setzt der Segway unverzüglich auf den Antrieb um, sogar Drehungen auf der Stelle und Rückwärtsfahren sind ohne Probleme möglich.

Der Segway Personal Transporter, kurz „Segway PT“ genannt, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von rund 20 km/h und bremst in diesem Bereich selbständig ab, sofern es zum Beispiel abschüssig wird. Mit einer Ladung der leistungsstarken Lithium-Ionen Akkus ist eine Strecke von ca. 38 Kilometern möglich, bevor der Segway wieder an das Ladegerät angeschlossen werden muss. Die Reichweite hängt natürlich, ähnlich einem Ebike, stark vom Gewicht des Fahrers, der Beschaffenheit des Untergrunds oder den topografischen Gegebenheiten ab, die ja gerade hier im Sauerland von jeglicher Norm abweichen. Und schließlich wiegt so ein Gefährt selbst ja auch noch 50kg. Soviel zum technischen Grundwissen über den Segway.

Unsere Fahrt in Gänsemarschformation führte nun über die Untere Bahnhof- und Wünnenberger Straße, wo wir hinter Rudi’s Getränkemarkt in die Sebastianstraße abbogen, später die Renne hoch und auf dem Mesternholzweg bis hin zum Gut Almerfeld fuhren. Spätestens hier hatte jeder genügend Crashkurserfahrung auf Steigungs- und Outdoorstrecken gesammelt. Beim kurzen Zwischenstopp vor dem Gut konnte jeder noch einmal sein gespeichertes Wissen zum Absteigen und Abschalten abrufen, auch dabei war äußerste Konzentration erforderlich und machte deutlich, dass so ein Segway auch ein Eigenleben führen kann.

Die Rückfahrt zurück ins Dorf und die Ehrenrunde durch Oberalme beendete schließlich nach 2 Stunden unsere Segway-Expedition, begleitet von Guide Peter mit seinen lustigen Kommentaren. Dass viele von uns jetzt schon viel sicherer auf den Segways standen, hatte auch Guide Peter registriert und bemerkte: „Man , erst wackeln se mit den Dingern rum , jetzt fahren se schon einhändig und machen Selfies!“  Auch der Zeitansatz war gut gewählt, schließlich wurden Muskelpartien in den Füßen beansprucht, die ich vorher noch nicht kannte.

Und weil alle ihren sommerlichen Spaß hatten, lautet mein Fazit: Gerne wieder! Dank an die Organisatoren Holger und Melanie Stratmann, an die Alme-AG und an die Männer von TK Moving!

(Text: Peter Pannenbäcker )

 

 

 

 

(Video: Edgar Zühlke ; Bilder: Edgar Zühlke, Holger Stratmann und Klaus Rabeneck)

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